Selbstwert stärken beginnt nicht mit Leistung
Viele Menschen glauben, ihr Selbstwert wächst, wenn sie nur besser werden.
Mehr leisten.
Weniger Fehler machen.
Souveräner auftreten.
Kurzfristig fühlt sich das vielleicht gut an. Doch sobald Kritik kommt oder etwas nicht gelingt, bröckelt das Gefühl wieder.
Ein Selbstwert, der vom Außen abhängt, bleibt instabil.
Oft beginnt dann ein innerer Bewertungsmodus.
Man beobachtet sich.
Man vergleicht sich.
Man kritisiert sich.
Und je strenger wir im Außen urteilen, desto härter werden wir meist auch mit uns selbst.
Woher diese Selbstkritik kommt
Als Kinder lernen wir schnell, was erwünscht ist und was nicht.
Wir möchten dazugehören.
Also passen wir uns an.
So entsteht nach und nach ein innerer Kritiker.
Er wollte ursprünglich schützen.
Doch im Laufe der Zeit wird er oft zu laut.
Dann reicht ein kleiner Fehler,
und wir stellen uns selbst infrage.
Stabiler Selbstwert entsteht anders
Selbstwert wächst nicht durch Optimierung. Er entsteht durch Annahme.
Das bedeutet nicht, alles gutzuheißen sondern sich auch dann nicht abzuwerten, wenn etwas nicht gelingt.
Wer sich selbst mit mehr Nachsicht begegnet, wird innerlich stabiler.
Und genau daraus entsteht echtes Selbstvertrauen.
In meiner Arbeit erlebe ich häufig, dass nicht mehr Leistung der Schlüssel ist, sondern ein veränderter Umgang mit sich selbst.
Wenn Selbstzweifel oder starke Selbstkritik Ihren Alltag oder den Ihres Kindes prägen, kann es sinnvoll sein, genauer hinzuschauen.
Mit Selbstliebe steigt Dein Selbstwert
Selbstliebe bedeutet, dass wir uns allumfassend annehmen. Wenn Du lernst, Dir selbst mit Mitgefühl und Wertschätzung zu begegnen, steigt Dein Selbstwert ganz automatisch. Denn nur Du selbst kannst Deinen wahren Wert erkennen und nur wenn Du Deinen Wert erkannt hat, nimmt ihn auch die Welt wahr.


